Artikel:502
zur Warengruppe Obst

Äpfel (Opal)

Äpfel (Opal)
Herkunft
Deutschland
Verband/Zertifikat
DE-ÖKO-006
Handelsklasse
II
Menge
(der Artikel wird genau eingewogen)
Artikelnummer
#502
Artikel-Info
gelbliche Schale
Preisangaben inkl. MwSt.
 
Herkunft
Deutschland
Verband/Zertifikat
Handelsklasse
II
Menge
(der Artikel wird genau eingewogen)
Artikel
#502
Artikel-Info
gelbliche Schale
Äpfel (Opal)


Vom Urapfel zum Opal

wie jeder Mensch seinen Urvater oder Urmutter hat, sei es Uranos, Abraham oder ein namenloses Pärchen in Afrika – hat auch im Prinzip jeder ehrlich gezüchtete Kulturapfel seinen Ursprung. Genauer gesagt in den Bergregionen des Tianshan-Gebirges (Kasachstan, die Stadt Almaty heißt übersetzt die Stadt der Äpfel). Dort wächst der Urapfel „Malus sieversii“ der eigentlich auch eher eine Ansammlung verschiedener Wildapfelsorten ist, denn die Früchte von dem einem Baum konnten süß, vom anderen wieder tief sauer sein – die Äpfel von klein bis groß…aber hier liegt der entscheidende Vorteil gegenüber den damals ansässigen europäischen Wildapfelsorten.

Im Urapfel lagen die Gene für große, süße Äpfel! Die europäischen Urformen waren stutzsauer (räß) und klein im Wuchs. Also Futter für die Tiere und nicht fürs empfindliche Zahnfleisch vom Menschen.

Die alten Kasachen haben vor 5000 Jahren noch nicht wirklich gezüchtet, sondern eher auf Ihre Geschmacksknospen, ihr Bauchgefühl und die Erfahrung gehört. Wenn ein Apfel von dem einen Baum gut schmeckte, wurden die Samen gesammelt – daraus entstand dann wieder ein Überraschungsapfel, der sauer und klein sein konnte. Mit dem intuitiven Erfahrungsschatz gelang es den Menschen damals aber die Gewichtung hin zu eher „guten“ Äpfeln zu verschieben. Aber natürlich ohne Gewähr und nur mit Befragung des Apfelhoroskops.

Händler brachten dann ca. von 2000 Jahren die Uräpfel, oder die Samen davon nach Europa und lange vor dem Erbsen-Mendel begannen die Menschen mit der echten Züchtung von Sorten, und zwar durch „Propfen“. Der Propfenkult begann im Mittelalter in den klösterlichen Gärten, wo die Mönche und Nonnen während ihres Freigangs auf viele nützliche Ideen gekommen sind. Beim Propfen wird in Zweig eines richtig guten Apfelbaums auf einen anderen Baum gesetzt (Unterlage). Beide Bäume wachsen zusammen und sind somit „veredelt“ – damit haben wir Apfelbäume mit reproduzierbaren Eigenschaften, die nicht mehr auf einmal auf die Idee kommen wieder klein und „räß“ zu werden.

Die ersten, immer noch bekannten Züchtungen sind z.B. der Gravensteiner oder die Goldparmäne…wir überspringen jetzt einige Jahrhunderte und mittlerweile gibt es weltweit ca. 20000-30000 Apfelsorten, allein in Deutschland mehr als 2000-3000 von denen ca. 50 im Handel bekannt sind. Hier schlagen wir den langen und weiten Bogen zu Baba Jaga und der Jagd nach dem goldenen Opal. Der Opal ist eine natürliche Züchtung aus dem Topaz und dem Golden Delicious. Im Gegensatz zu den meisten Apfelsorten, die in der klassischen Grün- bis Rotfärbung daherkommen ist der Opal goldgelb. Im Geschmack einfach zu reinbeißen mild und süß – in der Annahme an einen mehligen Gegenüber, wird man von bissfester, saftiger Konsistenz überrascht. Der eigentliche Clou, auch beim Aufschneiden wird er nicht braun, also perfekt fürs Pausenvesper, wenn die Eltern den Rackern den Apfel noch portionieren müssen oder für das festliche Obstbuffet.

Da haben wir also einen richtigen Wowapfel, oder?

Ihr Timur Turlov vom Laiseacker